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26.11.2018 | Bildung und Erziehung

Ist das Gymnasium Horn baulich fit für die Inklusion?

Anfrage der Gruppe BÜRGER IN WUT in der Stadtbürgerschaft


Wir fragen den Senat:
 

  1. In welchem Jahr wurde das Gymnasium Horn saniert und welchen Betrag hat die Stadt Bremen dafür aufgewandt?
     
  2. Wann hat der Senat beschlossen, dass auch am Gymnasium Horn inklusiver Unterricht erteilt werden soll und bis wann werden die dafür bislang noch fehlenden Differenzierungsräume zur Verfügung stehen?
     
  3. Ist der Umstand, dass sich die Klassenstärke am Gymnasium Horn infolge der Inklusion verringert und deshalb mehr Räume benötigt werden, bei der Umbauplanung berücksichtigt worden?


Piet Leidreiter und
Gruppe BÜRGER IN WUT


Antwort des Senats (11.12.2018/Bildung)

Zu Frage 1.: Das Gymnasium Horn wurde im Zeitraum von Oktober 2013 bis Oktober 2017 sa-niert. Der Planungsvorlauf hierzu begann bereits im Jahr 2010. Die Kosten beliefen sich auf insge-samt rund 16,8 Millionen Euro.

Zu Frage 2.: Grundsätzlich verpflichtet § 35 Absatz 4 in Verbindung mit § 4 Absatz 5 Bremisches Schulgesetz alle Schulen zur gemeinsam Gestaltung des Unterrichts und des Schullebens für behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler.

Die Entscheidung, am Gymnasium Horn einen Klassenzug zur inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf im Förderbereich Wahrnehmung und Entwicklung einzurichten, war Bestandteil des Aufnahmeverfahrens an öffentlichen Schulen in der Stadtgemeinde Bremen zum Schuljahr 2018/2019. Die Planungen für dieses Aufnahmeverfahren wurden in der 24. Sitzung der städtischen Deputation für Kinder und Bildung am 29. November 2017 beschlossen.

In Vorbereitung auf die Aufnahme zum Schuljahr 2018/2019 wurde eine Untersuchung der räumlichen Kapazität durchgeführt. Zum Schuljahr 2018/2019 wurde auf dieser Grundlage ein Differenzierungsraum im Gebäudebestand eingerichtet. Ein weiterer Differenzierungsraum soll zum Schuljahr 2019/2020 im Gebäudebestand eingerichtet werden. In den Schuljahren ab 2020/2021 werden die mit der inklusiven Beschulung einhergehenden zusätzlichen räumlichen Bedarfe nicht im Bestand abzubilden sein, sodass die Planung einer Interimslösung in Form eines Mobilbaus aufgenommen werden soll.

Zu Frage 3.: Das Gymnasium Horn ist in der am 28. November 2018 von der städtischen Deputation für Kinder und Bildung beschlossenen Schulstandortplanung im Sekundarbereich I mit fünf Klassenzügen, davon einem Klassenzug zur inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf im Förderbereich Wahrnehmung und Entwicklung, ausgewiesen.

Abweichend davon wurde zum Schuljahr 2018/2019 eine sechste Klasse im Jahrgang 5 eingerichtet. Auch zum Schuljahr 2019/2020 ist die Aufnahme einer sechsten Klasse im Jahrgang 5 geplant. Der damit verbundene Raumbedarf wird bei den Bauplanungen berücksichtigt.